Taiyo

Name: FM-MSII-C Taiyo-Unit Commander
Rasse: Mobile Soldier (Mechanoid)
Produktionszeitpunkt / Inbetriebnahme: 185 I.A.
Produktionsstätte: Kolonie A1-178-X55-Y35 Artigon Prime
Größe: 2,40m - Gewicht: 1,60t
Bewaffnung: Ion Beam-Knife, Ion Round-Shield, Ion Pulse-Gun
Ausstattung: OmniDiscend Learning System, Advanced SenCom-Module, Booster-Packs, Dainatium-Armor

Geschichte: Terra im Jahr 185 I.A. (Intergalactic Age): Die menschliche Gesellschaft ist zerrissener denn je. Der einst erhoffte Wohlstand aller mit der Einläutung des interstellaren Kolonialwesens blieb aus und stattdessen weitet sich die Kluft zwischen der Masse der Armen und dem Clübchen der Reichen zunehmend. So brachte der unaufhaltbare Technologiefortschritt intelligente Maschinen in Humanoidengestalt, Mechanoiden, hervor, die nun anstelle einst menschlicher Individuen Arbeiten verrichten. Denn so bedürfen sie keines regelmäßigen Gehalts, nur eines einmaligen Kaufpreises, wie sich auch alle ihre Ansprüche auf lediglich eine fachgerechte Wartung beschränken. Kein Befehl eines Besitzers würde (abgesehen von eines Fehlfunktion) jemals verweigert werden. Und kein Meschenleben wäre jemals so leicht wiederersetztbar wie die Existenz eines Mechanoiden. So reduzieren die Industriellen ihre Kosten und maximieren ihre Gewinne stetig weiter, während die Arbeiterschaft mehr und mehr in Arbeitslosigkeit versumpft. In dieser ungerechten Welt, in der Staaten nur noch reine Marionetten der alles regierenden Konzerne sind, gehört Kriminalität zum Alltag in der Unterschicht. Um sich vor dieser effektiv schützen zu können, beginnt die Oberschicht daher mit der Haltung von Privatarmeen, die stets rücksichtlos gegen Pöbel eingesetzt werden. Diese bestehen aus speziell entwickelten Militärmechanoiden, die neben entsprechender Bewaffnung und Panzerung auch über anpassbare Taktikroutinen und verbesserte Sensorcluster verfügen. Generell setzen sich diese in Einheiten aus 5 Mechanoiden zusammen, wobei 3 davon Standartmodelle (Fighter), die als mittelschwer gepanzerte Allrounder mit automatischen Sturmwaffen agieren, sind und durch 1 langsamen Schwerwaffen-und-Panzerungs-Mechanoiden (Destroyer) und 1 sogenannten Commander, der für die Koordination des Teams mit erweiterten Sensoren und Kommunikatoren ausgestattet, selbst jedoch kaum bewaffnet oder gepanzert ist, ergänzt werden.

Zu eben jenen auch Mobile Soldiers (kurz MS) genannten Einheiten gehört auch die Taiyo-Unit des Fuchigami-Konzerns aus dem Artigon-Sektor. Sie, aufgrund des japanischen Ursprungs des Konzerns "Sonne" getauft, gilt mit ihren selbstaufladenden Reaktoren, Ionenwaffen, Dainatium-Panzerung, fortschirttlichen Sensortechnologien, selbstständigen Taktikroutinen und verbesserten Reaktionsprotokollen als eine der modernsten ihrer Zeit. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem Commander dieser Einheit: Dieser wurde von seinem Entwickler Hideki Matsui mit einer revolutionären uneingeschränkten Lernfähigkeit ausgestattet, die ihn und seine Einheit an jede Situation anpassungsfähig und letztlich überlegen machen soll, jedoch unter der steten Einschränkung alle vorgegebenen aufgaben zu erfüllen. Diese soll jedoch niemals Einsatz finden: Bei ihrer 1. Mission, der Niederschlagung eines Kolonialaufstands, geht der unbemannte Transporter mit samt der Einheit in einem sich plötzlich auftunden Wurmloch verloren und gilt seitdem als zerstört.

Tatsächlich sollte das Verschwinden in eben jenem Wurmloch nicht das völlige Ende im noch jungen Dasein der Taiyo-Unit darstellen. Wie es im Einzelnen dazukam ist gänzlich unbekannt und rein spekulativ, jedoch stürzte das Transportschiff in den Wüstendünen unweit des Yatta-Tempels ab (Theorie: Wurmloch öffnete einen Eingang in ein anderes Raum-Zeit-Kontinuum, bei dem die aktiven Systeme des Schiffs überlastet wurden und es somit zum Absturz kam.). Diesen Absturz überstand als einziges der Unit-Commander schwer lediert, dessen Programmierung mit dem Aufsetzen des Transporters aktiviert wurde. Nachdem er sich anhand von Ersatzteilen, die er teils seinen einstigen Teamgefährten (Diese selbst waren nicht mehr zu retten.) entnahm, wieder weitgehend instandgesetzt hatte und auch den Zentralrechner des Schiffs wieder funktionsfähig bekommen hatte, machte er sich daran seinen Produktionszweck zu erfüllen, die ihm gestellten Aufgaben zu erfüllen. Da die vorgegebenen Missionsziele im Schiffsrechner jedoch verloren gegangen waren, blieb ihm nur sich auf die Suche nach einer Aufgabe zu machen. Unschlüssig stieß er dabei beim Durchforsten seiner Programmroutinen schließlich auf seine uneingeschränkte Lernfähigkeit, die er nach ausführlicher Parameter-Analyse als Anlass zu seiner neuen Mission nahm so viel Wissen als irgend möglich zu erlangen. So verbrachte er Tage damit alle noch vorhandenen Daten aus dem Dateisystem des Transporters auf seinen Speicher zu transferieren. Dabei eigenete er sich umfassendes Wissen über allerlei Wissenschaften, von denen er jedoch nur die rein logischen (z.B. Naturwissenschaften) auch wirklich zu verstehen vermochte, während menschlich-geprägte Lehren, wie etwa Psychologie, nur ansatzweise verständlich waren. So trieb ihn sein Wissensdurst, auch letztere verstehen zu können, dazu erstmals das Wrack zu verlassen und die Welt außerhalb zu erkunden. Das Wrack sollte ihm in Zukunft jedoch weiter als Stützpunkt dienen, an den er von seinen Expeditionen zurückkehrte. Jedenfalls sollte es so auch nicht lange dauern, bis er auf den Tempel der Yatta selbst stieß ...
In der Folgezeit entwickelten sich folgende spezielle Verbindungen gegenüber einzelnen Mitgliedern, die er in ihrer Gesamtheit als sein Schutzklientel sieht: So erachtet Taiyo Bisa1 und Tai Ookami aufgrund ihrer Erklärungsversuche von ihm unverständlichen Emotionen gewisser Maßen als seine Mentoren in diesem Gebiet. Scy gegenüber sieht er es als seine spezielle Veranwortung an aufgrund ihrer gelegentlichen Bewusstseinswendungen den Rest der Gruppe und besonders sie persönlich vor sich selbst zu schützen. Kaian betrachtet er als auf technischer Ebene wissenmäßig mindestens ebenbürtig, jedoch auch als ebenso gefährliche Bedrohung, besonders aufgrund seiner Unberechenbarkeit. Tjal letztlich erachtet Taiyo als personifizierte Lärmbelästigung, die durch ihr Geplärre seine akustischen Sensoren regelmäßig zur Überlastung treibt.
Durch bestimmte von Kaian präsentierte Super Roboter-Designs "inspiriert", entschloss sich Taiyo zu einer Überarbeitung seiner Ausstattung und seines Erscheinungsbilds, die er in Eigenarbeit an sich in seiner Basis vollzog. Diese umfassten neben einer Überarbeitung seines Äußeren auch eine Erweiterung seines Waffenarsenals und seiner Datenbanken, sowie einer Optimierung seiner Sensoren.

Charakter: In dem Sinne keinen, da er als Maschine über sowas nicht verfügt. Anhand des angeeigneten Wissens wurden jedoch feste Verhaltensmuster entwickelt, die bei großzügiger Betrachtung als Charakter interpretiert werden können: So handelt Taiyo (erfahrungsgemäß is die Seriennummer zu umständlich) etwa nach erlernter Moral und anhand dieser selbst entwickelten Prinzipien. So neigt er trotz seines Produktionszwecks der Gewaltausübung zu friedlichem Verhalten, da ihm vermittelt worden is, dass Leben schützenswert sei. Darüber hinaus is er sich seiner Begabungen bewusst und macht sich besonders seine technischen Fähigkeit zunutze. Sein steter Wissendrang, besonders was die ihm unverständlichen Gefühle angeht, die er stets hinterfragt, lässt ihn gewisser Maßen als "neugierig" erscheinen. Mit der Zeit hat er eine Art Eigendynamik im Versuch emotionsbedingtes Verhalten nachzuahmen, um es besser für sich verstehen zu können, entwickelt, die manchmal "lebhaft" wirkt. Dennoch is er 'n generell sehr verschwiegener Charakter, der aufgrund seiner Emotionslosigkeit auch recht monoton redet. Dem Orden Yattas steht er, da er selbst keinen Glauben haben kann, völlig neutral gegenüber.